Montag, 30. Juni 2008

Gaben

Grade hatte ich eine Unterhaltung über Gaben.
Dabei gings darum, dass jemand bisweilen prophetische Träume hat, oder zumindest Träume bei denen Gott ihm etwas sagen will. Ich hingegen kann mich nie an meine Träume erinnern und träume auch nur wirres Zeug das eher nichtssagend ist.
Da kam doch der Gedanke auf, dass ich ja eventuell schon weiter im Glauben sei, und Gott deshalb nicht das Werkzeug 'Träume' nutzt um sich mir mitzuteilen.
Allerdings glaube ich ja nicht, dass Gaben wie die Prophetie was damit zu tun hat, wie weit man im Glauben ist. Schließlich steht im 1. Korinther 14 man solle z.B. eher nach der Prophetie streben als nach der Zungenrede. Also kann das ja schon mal nicht hinkommen. Ich hab zwar die Gabe der Zungenrede aber die Person mit der ich das Gespräch geführt habe hatte schon Prophetien, dabei bin ich schon viel länger Christ und habe dementsprechend mehr Wissen und so. Also wäre die Gabenverteilung davon abhängig wie weit man im Glauben ist, so müssten die Gaben bei uns beiden andersherum verteilt sein, weil Prophetie eher erstrebenswert ist, laut Bibel & laut Paulus.
Also ist diese Überlegung ja schon mal nicht schlüssig.
Allerdings bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Gott die Geistesgaben genauso verteilt wie er sie für nötig hält.
Hätte ich jetzt nen prophetischen Eindruck würde ich wahrscheinlich niemandem davon erzählen, weil ich mir nicht sicher wäre, ob es wirklich einer war. Mein Gesprächspartner hingegen hat damit weniger Probleme. Also ist die Gabe der Prophetie bei ihm ganz genau richtig aufgehoben.
Ich könnte noch ein paar andere Beispiele nennen bei denen Gaben genauso verteilt wurden, dass sie passend waren.
Deshalb hat die Verteilung von Geisteshaben nichts damit zu tun, wie weit man im Glauben ist uns wieviel Wissen man angehäuft hat.
Aber natürlich gibt es auch Gaben bei denen Wissen wichtig ist.
Zum Beispiel wenn es darum geht eine Gemeinde zu leiten. Um eine Gemeinde zu leiten muss man natürlich auch von Gott befähigt sein. Aber andererseits braucht man auch Wissen um damit andere Leute anleiten zu können und ihnen Tipps zu geben. Aber nichtsdestotrotz entscheidet Gott auch hier.
Deshalb ist es für eine Gemeinde vermutlich tödlich, wenn man bei geistlichen Ämtern so agiert wie mit weltlichen. Wenn man ein Amt besetzen will, wäre es fatal den zu nehmen, der grade da ist und nicht Gott um Hilfe zu Bitten.

nicht gut genug... wie weit muss man sein?

Ich les grad dieses Buch über Seelsorge und unter anderem sagt es, dass jeder Seelsorge betreiben kann. Allerdings hört man ja oft von Christen, dass sie zu einigen Aufgaben nicht fähig seien.
Also natürlich ist nicht jeder für alle Aufgaben in der Gemeinde geschaffen, andererseits denke ich schon, dass jeder Christ fähig ist sich geistlich einzubringen. Natürlich, wer sich gestern bekehrt hat, wird heute nicht zu hochtheologischen ergüssen fähig sein. das ist ja klar.
Dennoch: Wer als Christ behauptet er könne etwas nicht tun, weil er nicht weit genug sei, oder weil er noch zu viel Sünde in seinem Leben hat, der behauptet auch irgendwie damit, dass gott nicht dazu fähig ist, sein Unvermögen zu beheben oder seine Sünden fort zu nehmen.
Zumal es wahrscheinlich für den Glauben nichts tödlicheres gibt, als wenn man versucht der perfekte sündenfreie Christ zu sein. Man kann sicherlich darauf hinarbeiten, aber wenn man seine Leistung als Christ immer davon abhängig macht wieviel man sündigt, dann wird man niemals zu einem befriedigenden Ergebnis kommen. Der Mensch ist nun mal nicht perfekt.
Deshalb brauchen wir ja auch Gott. Und deshalb ist es auch nicht dreist Gott um Hilfe zu bitten etwas zu schaffen, wenn man selber noch nicht 'gut genug' ist. Ganz im Gegenteil: Es wäre dreist es nicht zu tun, denn damit würde man Gott nicht zutrauen etwas ändern zu können. Soll heißen, man stellt seine Macht in Frage. Bei Gott zählt nunmal auch nicht der Massstab Hilfe gegen Leistung. Gott hilft auch so, man muss ihn nur darum bitten.

Start!

Nu ja, mein anderes Blog lesen ja auch Leute, die sich nicht im Mindesten für die christlichen Sachen interessieren über die ich mir so meine Gedanken mache. Ausserdem soll es ja auch zur Unterhaltung dienen. Deshalb gibts Komplizierteres jetzt hier. Was heißt Komplizierteres... meine Gedanken über Gott halt, die ich anderen mitteilen möchte.