Montag, 30. Juni 2008

nicht gut genug... wie weit muss man sein?

Ich les grad dieses Buch über Seelsorge und unter anderem sagt es, dass jeder Seelsorge betreiben kann. Allerdings hört man ja oft von Christen, dass sie zu einigen Aufgaben nicht fähig seien.
Also natürlich ist nicht jeder für alle Aufgaben in der Gemeinde geschaffen, andererseits denke ich schon, dass jeder Christ fähig ist sich geistlich einzubringen. Natürlich, wer sich gestern bekehrt hat, wird heute nicht zu hochtheologischen ergüssen fähig sein. das ist ja klar.
Dennoch: Wer als Christ behauptet er könne etwas nicht tun, weil er nicht weit genug sei, oder weil er noch zu viel Sünde in seinem Leben hat, der behauptet auch irgendwie damit, dass gott nicht dazu fähig ist, sein Unvermögen zu beheben oder seine Sünden fort zu nehmen.
Zumal es wahrscheinlich für den Glauben nichts tödlicheres gibt, als wenn man versucht der perfekte sündenfreie Christ zu sein. Man kann sicherlich darauf hinarbeiten, aber wenn man seine Leistung als Christ immer davon abhängig macht wieviel man sündigt, dann wird man niemals zu einem befriedigenden Ergebnis kommen. Der Mensch ist nun mal nicht perfekt.
Deshalb brauchen wir ja auch Gott. Und deshalb ist es auch nicht dreist Gott um Hilfe zu bitten etwas zu schaffen, wenn man selber noch nicht 'gut genug' ist. Ganz im Gegenteil: Es wäre dreist es nicht zu tun, denn damit würde man Gott nicht zutrauen etwas ändern zu können. Soll heißen, man stellt seine Macht in Frage. Bei Gott zählt nunmal auch nicht der Massstab Hilfe gegen Leistung. Gott hilft auch so, man muss ihn nur darum bitten.

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